Die Insel liegt auf dem Mittelatlantischen Rücken und damit sowohl auf der Nordamerikanischen als auch auf der Eurasischen Platte, wobei sich die Plattengrenzen von Südwesten nach Nordosten in etwa diagonal über die Insel ziehen. Die Platten entfernen sich jährlich etwa 2 cm voneinander. Die Island-Plume sorgt jedoch mittels Vulkanismus für ständigen Nachschub von geschmolzenem Gesteinsmaterial aus dem Erdinneren, so dass die Insel sich nicht teilt. Etwa 130 aktive Vulkane befinden sich derzeit auf Island, aus über 30 Vulkansystemen.
Island war in den Eiszeiten vollständig vergletschert. Noch heute sind 11,1 Prozent der Landesoberfläche reines Eis. Der Vatnajökull Gletscher hat eine Eiskappe die bis zu 900 Metern dick ist. Einmalig!
Einerseits durch Vulkanismus geprägt, andererseits auch durch den Wasserreichtum, ergibt sich eine überraschende und bizarre Mischung. Das Isländische Hochland im Zentrum der Insel bildet eine Periglazial-Wüste und ist nahezu unbewohnt. Die Küstenlinie, deren Länge 4.970 Kilometer beträgt, ist im Bereich der Fjorde stark zerfurcht. Die höchste Erhebung der Insel ist der Hvannadalshnúkur mit 2.118 Metern.
Die Tier- und Pflanzenwelt hat sich dem arktischen Klima anpassen müssen und ist von daher im Vergleich zu Mittel- und Südeuropa wenig artenreich. Der Polarfuchs ist das einzige Landsäugetier Islands, das schon vor der Ankunft des Menschen hier lebte. An den Küsten kann man Seehunde beobachten. Schafe, wie auch alle anderen Nutztiere, wurden von den nordischen Siedlern bei der Landnahme eingeführt. Die Rodung der ursprünglichen Birkenwälder und anschließende extensive Beweidung, aber auch Klimaveränderungen, haben das Landschaftsbild Islands nachhaltig verändert. Dabei werden die gut markierten Schafe bis heute den kurzen Sommer über in Freiheit entlassen und können sich innerhalb definierter Landwirtschaftsbezirke frei bewegen.
Ein besonderes Nutztier ist das Islandpferd. Es beherrscht als eine von wenigen Pferderassen den Tölt, eine Gangart ohne Sprungphase. (TX)













