Vom Namen zum Auto: Entstanden ist ein kleines Coupé, das mit 4,22 Metern Länge näher am Mégane als am Clio liegt, mit 1,96 Metern aber ebenso betont breit wie mit 1,16 Metern auffällig niedrig ist. Ein Sportwagen also, dessen Besonderheit dort zu finden ist, wo in letzter Zeit viele neue Lösungen auch den Weg in die Serie gefunden haben; am Türsystem. So setzt Renault auf Flügeltüren, die gegenläufig öffnen. Warum? Praktische Vorteile hat es auf jeden Fall nicht.
Die Frontgestaltung des DeZir wird über die gesamte Breite von einem geschwungenen Lufteintritt bestimmt, in dem mittig eine auffallend große Rhombe, das Renault-Markenemblem, platziert ist. Die Scheinwerfer in Prismenform sitzen unter einer gelochten Einfassung, was dem DeZir eine unverwechselbare Lichtsignatur verleiht. Eine solche wird zu den künftigen Stilmerkmalen der Marke gehören, nicht so deutlich.
Entsprechend gibt es am Heck ein durchgehendes, rotes Leuchtband mit integrierten Rücklichtern und einem indirekt beleuchtetem Logo. Das Concept Car steht auf 21 Zoll großen Rädern. Die Fahrzeugflanken kennzeichnen glatte Flächen, die durch seitliche, gelochte Paneele durchbrochen werden. Auch hier kein Vor- oder Nachteil!
Im Interieur fällt das Auge auf weißes Leder an Sitzen, Armaturentafel und selbst am Boden. Sanft und leicht soll das wirken, und entsprechend wird die Studie bei ihrer Publikumspremiere auf dem Pariser Salon im September auch niemand betreten dürfen. So viel weiß wird auch sehr, sehr schnell schmutzig. Rote Armaturen und Zierelemente bilden einen Kontrast. Die Asymmetrie des Türkonzepts wurde dabei innen weiter verfolgt: So verfügen die Sitze für Fahrer und Beifahrer über eine völlig unterschiedliche Anmutung und sind mittig miteinander verflochten; auch die Türverkleidungen sind links und rechts unterschiedlich ausgeführt. Heckscheibe und Außenspiegel fanden keinen Platz in der Studie, diese Funktion wird nun von zwei Kameras übernommen. Ausblick? (SW)













